Praxis Dr. med. Mathias Thöns - Wiesenstraße 14 - 58452 Witten
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Micheles Geschichte - Das Vorgespräch

 

 

.... den Freitag darauf .....

Wir kamen Freitag zum Schlafdoktor zurück. Weil ich morgens meinen Kakao nicht trinken durfte, habe ich dafür von Schwester Lendita einen „Schnaps“ bekommen. Der hat nach Pfefferminz geschmeckt ...

Michèle:

Als ich den Saft mit einem Schluck runter hatte, sagte Lendita, ich könnte das ja so gut wie die großen Kinder...

Übringens durfte meine Schwester Louisa den Saft nicht probieren!!!!

Lendita brachte uns in ein anderes Zimmer und Mama zog mir ein anderes Hemd an.

Das Hemd fand ich schön, es waren Luftballons und Clowns drauf.

Meine Schwester Louisa bekam kein solches Hemd.

... Dann noch Schuhe aus und ab ins Bett – na ja ich muß zugeben, dass ich etwas müde war ....

Ob das wohl an dem Saft lag??????

Mama sollte mich zudecken, damit mir nicht kalt würde...

Dann kam Lendita und hat mir mein Zauberpflaster wieder weckgenommen.

und weil ich doch ein bisschen Angst bekam, legte sich Mama zu mir ins Bett ...

Angelika kam noch dazu. Sie hat meinen Arm festgehalten, damit Lendita in aller Ruhe den Schlafknopf aufkleben konnte.

Das Festhalten fand ich nicht so schön, aber wehgetan hat es natürlich nicht.

Als Lendita den Schlafknopf aufkleben wollte, sollte ich zu dem Bild an der Decke gucken und die Vögelchen zählen – ich werde es Euch verraten – es sind 13. Zuerst hatte ich nämlich nur die Spatzen gezählt, aber die Gans sollte ich auch noch dazuzählen ...

... na ja ich wurde gelobt, dass ich schon so gut zählen konnte und habe dann doch noch zugeschaut, wie Lendita und Angelika den blauen Schlafknopf aufgeklebt haben – Ihr könnt mir glauben – es tat wirklich nicht weh!!!

 

Lendita hat noch runde Tapferkeitsorden auf meinen Bauch geklebt, damit sie mein Herz beobachten kann – sagte sie.

Der HNO-Arzt kam und beantwortete meiner Mama noch einige Fragen. Lendita setzte schon die Spritze mit der Schlafmilch auf – auch das tat ehrlich gar nicht weh.

 

Mamas Sorgen besprach der HNO-Arzt, sie wurde etwas ruhiger.

Lendita spritzte die Schlafmilch in den Schlafknopf, ich war ganz schnell eingeschlafen.

Ich kann mich jetzt auch gar nicht mehr so recht erinnern was noch passiert ist, Methap hat sich aber alles aufgeschrieben und es mir hinterher erzählt.

Dr. Thöns hat mich schlafend in den „Operationsraum“ getragen. Mama wartete die ganze Zeit auf mich. Sie war so aufgeregt, dass sie nicht mal ihren Kaffee trinken konnte.

Mama war um mich besorgt; auch der Trost von Dr. Thöns „sie kommt gleich gesund zurück“ half nur wenig.

Methap erzählte, dass im OP viele Kabel und Schläuche an mir angeschlossen worden seien, damit man sofort erkenne, wie es mir geht.

 

Viele Geräte standen um mich herum: An der Decke eine ganz helle Lampe, ein großes Narkosegerät mit 2 „Fernsehern“, ein Operationsmikroskop, eine Spritzenpumpe und noch vieles mehr...

Alle kümmerten sich um mich und ich hätte brav geschlafen...

 

Das EKG wurde angeschlossen zur Überwachung meines Herzens.

Eine wichtige Leitung war die „leuchtende Fingergarage“. Damit wurde der „Sauerstoff“ in meinem Blut gemessen. Und weil dies so wichtig ist, würde das immer doppelt gemessen– obwohl das gar keine Vorschrift ist – na ja ich fand ich war gar nicht so sauer...

Als alles angeschlossen war sagte Dr. Thöns, Methap solle mir noch mehr von der „Schlafmilch“ geben....

Den Sauerstoff zum Atmen bekam ich über eine Schlafmaske. Methap sagte, dies erhöht die Sicherheit einer Narkose um das Vierfache. Mein Blutdruck werde alle 3 Minuten und sogar ständig der Kohlensäuregehalt gemessen. Auch das sei keine Vorschrift, erhöhe aber meine Sicherheit zusätzlich.

 

Kohlensäure kenne ich nur in der Cola – aber die bekomme ich ja vielleicht gleich...

Lendita prüfte noch mal die Lampe. Ich träumte von einem großen Pferd.

Dr. Thöns leuchtete mit der Lampe in meinen Mund und Lendita hat ihm den kleinen Atemschlauch gegeben.

.. Der sieht aus wie ein Strohhalm...

....den hat Dr. Thöns dann vorsichtig in meine Luftröhre gelegt ...

Ich atmete nicht mehr durch die Nase, sondern durch diesen kleinen Strohhalm.

Methap stellte dann die Spritzenpumpe an.

Sie sagte, wenn man keine Narkosegase einsetzt kann man auch nicht dieses gefährliche Narkosefieber bekommen.

Dr. Thöns hat mich noch mal untersucht. Als alles o.K. war, durfte der HNO-Doktor anfangen...

Der HNO-Doktor setzte dann eine ganz helle Lampe auf den Kopf und schaute auf sein ganzes OP-Besteck.

Dann hat er meine Polypen (?) operiert, Lendita half ihm dabei. Die anderen haben auf mich aufgepasst.

Als der HNO-Doktor endlich die Polypen hatte, war er froh und sagte, dass er gleich fertig sei und ich aufwachen könne.

Langsam wurde ich wacher. Dr. Thöns trug mich zu Mama.

Mirko hat dann sofort die rote Fingergarage an meinen Zeh angeschlossen und der Mama gesagt, dass sie sich nicht erschrecken solle, wenn der Monitor mal klingelt. Das liege zumeist nur daran, dass die Kinder die Fingergarage losstrampeln würden.

Als ich noch schlief hat Mama mit Genuß einen Kaffee getrunken und ein wenig gelesen. Sie war erlöst und zufrieden.

Als ich aufwachte, durfte ich sofort Cola trinken, weil ich ganz lieb war. Ein anderes Kind bekam die Cola erst später, es hatte laut geknöttert.

Sonst dürfen Kinder das ja nicht, aber Mirko sagte, Cola sei nach Narkosen die Medizin zum Wachwerden...

... und die hat so gut geschmeckt ...

Angelika brachte mir Videos, von denen ich mir einen Film aussuchen durfte ...

Später knibbelte Mirko meinen Schlafknopf ab. Das Pflasterabmachen war eigentlich das schlimmste heute... fast hätte ich doch noch geweint...

... habe ich aber dann doch nicht ...

 

(...Indianer kennen ja keinen Schmerz ...)

Mama hat mich wieder angezogen....

... und mir die Tapferkeitsorden vom Bauch abgemacht ...

.... ich hatte gleich gute Laune ...

... und bekam dann auch noch eine Tapferkeitsurkunde ....

... und Methap hat uns dann auch noch etwas geschenkt ...

... Mama wollte auch etwas haben....

Danach haben alle Tschüß gesagt.  Wir durften nach Hause....

Schlimm war es wirklich nicht ....

Ach übrigens: Die Polypen sind vergleichbar mit den Mandeln. Sie behindern manchmal die Nasenatmung und die Belüftung der Ohren. ... und dann muß man zum HNO- Doktor – der regelt das ...